Hilfe für Dietmar Ogris & "Tyson"


28.12.2012

Der Weiße Schäferhund „Tyson“ bedeutet dem blinden Dietmar Ogris auch ohne Führausbildung sehr, sehr viel und ist seinem allein lebenden Besitzer ein treuer Kamerad und Kommunikationsbrücke zur Außenwelt. Hr. Ogris hat vor „Tyson“ bereits 2 ausgebildete und staatlich geprüfte Blindenführhunde völlig unverschuldet jeweils viel zu früh verloren. Da er selbst sehr sozial engagiert ist und sich in vielen Belangen selbstlos für andere blinde KollegInnen bezüglich Berufsausbildungsmöglichkeiten etc. einsetzt, war es uns eine Verpflichtung, Dietmar und seinem "Tyson" in dieser Notsituation zu helfen, auch wenn es sich bei "Tyson" nicht um einen geprüften Führhund handelt. Aufgrund der schwerwiegenden Veränderungen an mehreren Gelenken an Wirbelsäule und Hüften und des jungen Alters des Hundes war als Therapie eine Golddrahtimplantation das Mittel der Wahl. Die minimalinvasive Implantation der Golddrahtstückchen an relevanten Akupunkturpunkten für die betroffenen Gelenke sollen eine signifikante Schmerzlinderung oder im besten Fall sogar Schmerzausschaltung bewirken und „Tyson“ ein im Rahmen seiner Möglichkeiten normales und beschwerdefreies Leben ermöglichen. Dr. med. vet. Markus Kasper, Leiter der Tierklinik Aspern in Wien, ist Spezialist für diese Behandlungsmethode in Österreich. Er hat dankenswerterweise sofort seine unbürokratische Hilfe und sein finanzielles Entgegenkommen zugesichert! Ohne Behandlung wäre die Prognose hinsichtlich Lebensqualität und damit auch Lebenserwartung für den Hund „Tyson“ leider ungünstig einzuschätzen. Wir konnten in vielerlei Hinsicht praktische Hilfestellung leisten und Hrn. Ogris zusätzlich zum Entgegenkommen der Tierklinik Aspern die Krone Tierecke als Sponsor vermitteln, sodass die OP gleich nach Weihnachten durchgeführt werden konnte. Ein riesengroßes DANKESCHÖN an die TIERKLINIK ASPERN und ganz besonders an den Leiter Dr. Markus KASPER für das große soziale Engagement und die liebevolle und kompetente Betreuung von "Tyson" und seinem blinden Besitzer und an Fr. Eva Blümel, TIERECKE-Redaktion der STEIRERKRONE für die schnelle, unbürokratische Finanzierungshilfe!!! Wir werden natürlich weiter über "Tyson's" Fortschritte berichten! Lesen Sie im folgenden "Tyson's" Geschichte:

"Hallo oder besser Wuff! Ich heiße Tyson und bin 3 Jahre alt. Eigentlich sollte ich ein Blindenführhund werden, wuff! Am 23. 10. 2009 bin ich zur Welt gekommen. Am 18. 12. 2009, ich war grad’ mal 12 Wochen alt, hat mich mein Herrchen zu sich geholt. Ich war der 9. von 10 Welpchen, wuff... oder besser summs. Damals konnte ich ja noch nicht kräftig waffen und knurren. Bei meinem Herrchen Didi hatte ich eine total schöne Kindheit, viel Spiel aber auch Schule gehen war angesagt. Ich habe in Graz die Hunde-Volks- und Hauptschule erfolgreich abgeschlossen. Ja, ich war immer schon ein kluges Kerlchen! Mit 6 Monaten hatte ich dann den ersten gesundheitlichen Einbruch. Der Dünndarm hat sich in den Dickdarm verschoben, und ich wär’ fast daran gestorben. Eine ganz liebe und beherzte Tierärztin aus Lannach in der Weststeiermark hat mir quasi zu einem 2. Geburtstagsfest verholfen. Im November 2010 ging’s dann zum großen Gesundheits-Check. Wuff, ja mit den Arztbesuchen hab’ ich es ein wenig, wuff, dafür bin ich aber knuddelig! Großes Röntgen war angesagt. Wenn man in Österreich ein erfolgreicher Blinden-Wuff-Führhund werden will, muss diese Gesundheitserhebung gemacht werden, so verlangt es das Gesetz, und, wuff, das ist auch gut so. Ist ja kein leichter Job, Führhund zu sein. Da braucht es beste Fitness! Mein Herrchen hatte große Hoffnungen in mich gelegt, wuff, und schon mal die Kosten für die Ausbildung zum Blindenführhund vorverhandelt. Nachdem meine Wirbelsäule und meine Hüfte geröntgt waren, ich hab’ noch tief geschlafen wegen der Narkose, war klar, dass ich nicht den Richtlinien für einen Blindenführhund entspreche. Ich hab’s nur gemerkt, weil mein Herrchen traurig und ratlos war. Sonst bespielt und knuddelt er mich, aber an diesem Tag waren nur Tränen und Kuscheln angesagt. Ich hab ihn dann halt ganz feste gepfotelt, bewedelt, abgeschmust und bekuschelt. Ja, mein Herrchen hat mich echt lieb, er hat mit mir ausgemacht, dass wir halt selbst an Training machen, was wir können, damit ich ihm eine tolle Hilfestellung bin. Wau, wuff, war ich froh!!! 2011 hat dann eine Tierärztin eine chronische Hornhautentzündung bei mir festgestellt. Ich hatte immer so einen grauen Nebel vor den Augen, Zwar ist mir selbst das Schauen nicht so wichtig wie das Schnuppern und Lauschen, aber lästig war es schon. Seit diesem Zeitpunkt muss ich täglich Augentropfen nehmen. Sonne und Schnee tun meinen Augen gar nicht gut, wuff! Aber mit den Medikamenten geht’s ganz gut. Und Spezialfutter krieg’ ich sowieso, da werden keine Mühen und Kosten gespart! Hab’ halt einen empfindlichen Magen... Seit 4 Monaten bin ich nun überhaupt nicht mehr richtig fit. Mir tut die Hüfte ein wenig weh, und ich hab zwischendurch auch schon mal kräftig Kreuzschmerzen. Unter uns Hunden, wuff, wuff – nicht gerade Zuckersahne, wuff! Das Einsteigen in öffentliche Verkehrsmittel, wuff, fällt mir mittlerweile hin und wieder schon schwer. Es gibt ja noch so viele alte Straßenbahnen und Züge, da braucht es wirklich Anstrengung, wenn man Schmerzen hat. Das Führgeschirr hat mir mein Herrchen auch vor 5 Wochen abgenommen. Einfach, damit ich mir beim Gehen etwas leichter tu'. Das war echt lieb, und jetzt bin ich halt mehr ein Begleit-, als ein Führhund. Weil mein Herrchen ratlos war ob meiner Schmerzen, hat er sich mit ganz lieben Freunden getroffen, Cornelia und Wolfgang. Den Wolfgang kennen sicher einige von Euch! Das ist der blinde Hundefreund, der noch dazu sehr toll musizieren kann. Ich wuff’ Euch, der kann auf der Panflöte spielen, wie ich Katzen jagen kann..... „Augen auf Pfoten“ – das ist Wolfgangs und Cornelias Initiative für Blindenführhunde - hat mir tatkräftig unter die Läufe gegriffen, und Wolfgang und Cornelia sind mit mir zum Arzt gefahren. Dort hat man mich mal anständig untersucht, damit mein Herrchen weiß, welche Unterstützung ich brauche. Die beiden lieben Menschen helfen mir jetzt auch weiter, damit ich noch ein schönes und vor allem stressloses Leben führen kann. Die Beiden von der Stiftungsinitiative machen wirklich tolle Sachen für blinde Menschen, wie mein Herrchen auch einer ist, aber vor allem machen sie auch ganz tolle Sachen für uns Wuffs. Wie ihr auf dem Bild sehen könnt, hab’ ich nun wieder Grund zum Lachen…. Ähh, und mein Herrchen auch, Wuff!Ich hab’ mir als Weihnachtsgeschenk dieses Jahr auch ausnahmsweise mal nicht einen großen Futternapf mit Katzen, Mäusen und sonstigen Leckereien gewünscht. Nein, ich hab' mir ganz toll Golddrahtimplantate für meine Hüftgelenke und meine Wirbelsäule gewünscht, in der Hoffnung, dass meine Schmerzen nicht mehr ganz so arg werden müssen. Ich möchte so gerne wieder ohne Schmerzen laufen können, weil mich mein Herrchen ja in die Arbeit und so mitnimmt - uns stellt euch vor: Gleich nach Weihnachten hab' ich einen OP-Termin in der Tierklinik Aspern beim Spezialdoktor Markus Kasper bekommen! Ich hab' die OP super überstanden, Wuff, und es geht mir jetzt schon viel besser, obwohl ich in den nächsten Wochen noch ganz viel Physiotherapie machen muss - erst dann wird das Ergebnis richtig optimal, sagt der tolle Onkel Doktor Kasper! Ihr hört bzw. lest sicher wieder von mir, Wuff, aber jetzt mal futtern….."
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